Jean-Marc Scanreigh ist 1950 in Marrakech (Marokko) geboren. Heute lebt er in Südfrankreich. Nach den Kunstakademien von Saint-Etienne und Besançon ist er seit 2003 in der Kunstakademie von Nîmes tätig.
abstractionDie 70er Jahren : Nachdem er sein Studium an der Straßburger Universität abgebrochen hat, arbeitet Scanreigh an graublaue monochrome Bilder und, ab 1973, an großformatige serielle Farbstrukturen auf loser Leinwand. Diese sind weitgehend vom amerikanischen Minimalismus und der französischen Avantgarde, Support-Surface inspieriert.
sculptureAusschlaggebende Ausstellungen finden 1976 im Straßburger Museum für Moderne Kunst und 1980 in der ehemaligen Sektion Ateliers d’Aujourd’hui des Centre Pompidou in Paris statt. Eine tiefgreifende Stilwandlung ist im Gang als er an der vom Kurator Bernard Ceysson organiesierten Bilanz-Austellung Après le Clacissisme mitmacht. Skulptur und Druckgrafik haben Scanreigh zu einem subjektiveren Kunstmachen gebracht.estampes

Die 80er Jahren : Scanreighs Arbeit schreibt sich nun (teilhaft) in dem neo-expressionistischem Trend der in ganz Europa zeitgleich auftaucht. Dank Fabrice Hergott stellt er 1984 seine Holz- und Linolschnitte mit Gäfgen, Kaminski und Lüpertz in der “Maison de la Culture” von Saint-Etienne aus. Dieser Periode entspricht ein “heftiger” Malstil mit Einbeziehen von Kollagen aus der eigenen Druckproduktion. Scanreigh malt sowohl auf Leinwand als auf zusammengebastelte Holzstrukturen. palette Fast selbstverständlich geht die Figur aus dem abstrakten Gefüge von Formen, Materialien und gestischen Spuren hervor. malerei Gleichzeitig arbeitet er an Lithographien und Künstlerbücher. Daß Druckerzeugnisse für die Verbreitung der Kunst da sind, ist eine Idee die Scanreigh aktiv für sich einsetzt. Er hat mit dieser Form einen strategischen Umgang : die ersten Subskribenten seiner Bücher können sie speziell preisgünstig erhalten ; somit werden Herstellungskosten schnell gedeckt und das Produzieren kann weitergehen.livres


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